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. Ein Sonntag in Hamburg

Randomly Top 8 und Super Preise...

von Matthias Ludewig am 29.04.2005

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Über diesen Artikel: Über Single Elimination Swiss, den Blauweißen Archetypen, Top 8 Drafts und die Preispolitik des Zaubersteins in Hamburg

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Der Pool den ich öffnete, machte nicht Top 8. Ich fand ihn später wieder bei Martin Endres. Ein schlechtes Deck war das ohne Frage auch nicht. Es ging los mit Higure, the Still Wind und hatte noch einige andere Ninjas, sowie drei schwarze Champions Rares.

Ich weiß nicht, ob mein Pool besser war, zumindest war er nicht zu verachten. Jedenfalls hatte er etwas, was mir bei Sealed Decks, insbesondere mit Champions of Kamigawa als sehr wichtig erscheint: einerseits "straight forward" zu sein, also Spiele einfach mal durch stumpf Karten auspacken zu gewinnen, andererseits aber auch einen gewissen Plan B zu haben, wenn es stockt: Gewisse kleine Synergien oder einige Karten, die auf ihre eigene — verschiedene — Art gut sind und einfach mal das Spiel in eine gewissen Richtung lenken können. Und damit meine ich nicht einfach nur Bomben.

Bevor ich aber mein Deck im einzelnen betrache, möchte ich erstmal meine erste Runde beschreiben. Es gibt von einem großartigen Topdeck zu berichten, auf welcher Seite, das seht selbst.


Runde 1: Rene Pech mit GBW

Im ersten Spiel legte ich früh den blauen Honden und fing dann an, einen so großen Kartenvorteil zu akkumulieren, dass ich eigentlich gar nicht mehr verlieren konnte. Allerdings entdeckte ich in diesem Spiel meine Unkenntnis einiger der Karten des Formats. Ich bin ziemlich überfordert mit den Genjus und mache da sicherlich vieles falsch, wie zum Beispiel mit dem weißen viel zu lange nicht anzugreifen bis es dann irgendwann sowieso nicht mehr ging, weil einen Tapper hatte.

Was ich mit dem ganzen sagen möchte: Das Spiel hat ziemlich lange gedauert, bis ich ihn endlich mit der Fliegerübermacht besiegt hatte, bestimmt 30 Minuten. Nur um dann kurze Zeit später, gescrewed, von ihm zertreten zu werden.

Es kam also auf das Entscheidungsspiel an, wofür wir höchstens noch 10 Minuten hatten. Allerdings sah es plötzlich ziemlich gut für mich aus, da ich Shimmering Glasskite und Jetting Glasskite online kriege und ihn damit schlage. Als der den großen Flieger abschaffen kann, lege ich einfach Hikari nach. Blöderweise zieht er dann in der Runde bevor ich tot bin, Myojin of the Cleansing Fire von oben. Ich habe ein weißes Mana offen und ärgere mich ziemlich, dass Mending Hands nicht Arcane ist, um meinen Hikari auszuphasen.

Die erste Runde produzierte also gleich mal ein Unentschieden. Keiner von uns beiden war sehr zufrieden, allerdings erreichten sowohl ich als auch Rene noch die Top 8.
0-0-1

Kami of the Ancient Law
Tallowhisp
Floating-Dream Zubera
Threads of Disloyalty
Kami of the Old Stone
(Floodbringer)

Dies war die eigentliche Schwachstelle des Decks: Zu wenig Karten, die das Spiel ins Midgame bringen. UW ist natürlich ein ziemlich defensiver Archetyp, der letztendlich versucht, das Spiel ins Mid- bis Lategame zu bringen. In diesem Slot fehlten zum Beispiel die River Kamis. Der Kami of the Old Stone erwies sich das eine über andere Mal als Most Valuable Player, einfach weil er Probleme löst, die das Deck sonst mittelfristig nur mit Mystic Restraints lösen kann.

Das ist mir vor Allem auch im ersten Spiel gegen Rene aufgefallen: obwohl er in Runde nie eine Kreatur gelegt hat (was in diesem Format ja normalerweise ziemlich schlecht ist), war es für mich durchaus nicht einfach die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Auch ein Feral Deceiver überfordert diesen Archetypen manchmal, wenn man nicht gerade den Typen mit großer Toughness zieht. Auch ich war teilweise überfordert, und zwar mit den Genjus, die ich vorher noch nie gespielt hatte.
Angreifen, Mana reinpumpen? Oder zurücklassen? Letztendlich musste ich schon eher auf Sicherheit spielen, damit ich das Spiel nicht plötzlich doch noch verlor, immerhin war ich nur noch auf 10 Leben.

Und ich fand es auch ziemlich gut, um Dance of Shadows herum zu spielen. Das Mending Hands auf der Hand gab da ein wenig Sicherheit.

Aber mir fällt gerade ein, ich bin ja noch die Deckliste schuldig geblieben:

9 Island
9 Plains

1 Tallowhisp
1 Kami of the Ancient Law
1 Floating-Dream Zubera
1 Floodbringer
1 Soratami Rainshaper
1 Waxmane Baku
1 Kabuto Moth
1 Kami of the Old Stone
1 Indepted Samurai
1 Shimmering Glasskite
1 Mothrider Samurai
1 Soratami Savant
1 Hikari, Twilight's Guardian
1 Jetting Glasskite

1 Genju of the Falls
1 Genju of the Fields
1 Mending Hands
1 Phantom Wings
1 Terashi's Grasp
1 Threads of Disloyalty
1 Mystic Restraints
1 Kitsune Diviner
1 Hankyu

Es gab im Vorfeld eine Diskussion, die irgendwie nicht geklärt werden konnte. Eine Seite sagte, Kitsune Diviner ist super, immer spielen, die andere sagte, Floodbringer über Diviner, in jedem Fall, der Diviner ist voll oft tot.
Letztendlich habe ich Floodbringer gespielt. Der Diviner wurde aber meistens reingeboardet.
Was ich leider am Anfang total vergessen hatte, war Hankyu, was ja in diesem Archetypen gar nicht so schlecht sein kann, um stalls zu brechen. Ich hab es später öfter mal reingeboardet, aber nur einmal gezogen, als ich sowieso schon gewonnen hatte.

Die Talgwisch-Kette

Tallowhisp
Phantom Wings
Threads of Disloyalty
Mystic Restraints

Drei Kreaturenverzauberungen zusammen mit Tallowhisp und genügend Spirits ist schon eine ziemlich gute Sache, würde ich meinen. Was auffällt ist, dass zwei dieser Karten schon einmal erwähnt wurden, nämlich beim Block eben. Tallowhisp war besonders gut in dem Deck, weil er zunächst die zahlreichen 2/1er wie Heart Kami und Skullsnatcher totblockt und auch Bären wie Kami of the Ancient Law aufhält, gleichzeitig aber auch Kartenvorteil macht.

Was außerdem auffällt, ist, dass leider jede der Verzauberungen blaues Mana kostet und beiden, die man sich hauptsächlich raussucht (natürlich Threads und Restraints) sogar zwei blaue Mana. Was mir nicht nur einmal zum Verhängnis werden sollte.


Runde 3: Sven Klusmann mit Schwarz-Weiß

Das nette Mitglied der Reefpirates Lübeck hatte natürlich den guten Nezumi Cutthroat und er hatte ihn schon in Runde 2. Ich hatte aber die guten Threads of Disloyalty um ihn zu handeln — leider nur auf der Hand. Letztendlich wurde ich von der Ratte totgetreten, ohne ein zweites blaues Mana zu ziehen. ich hatte zwar richtig gut zurückgetreten, und auch im fast letzten Moment noch ein blaues Mana hätte ziehen können um vielleicht doch noch zu gewinnen.
Man kann sich nicht vorstellen, wie frustrierend es ist, mit der perfekten Lösung dazusitzen und 4 Plains hintereinander zu ziehen, man aber nur ein einziges weiteres blaues braucht. Natürlich hatte ich das blaue Genju auf meiner einzigen Insel, aber nicht das weiße Genju auf einer meiner sechs Plains.
Das zweite Spiel ist schon interessanter. Wieder fehlt mir das zweite blaue Mana, aber nicht ganz so nachhaltig wie das erste Spiel, allerdings gerade ich in die sehr ungute Zusammenwirkung von

Kami of the Waning Moon
Wicked Akuba
2 Moonlit Strider
Thief of Hope

Während die Strider meine Mystic Restraints ausschalten, machen mich Wicked Akuba und Thief of Hope tot, ohne das ich wirklich etwas machen könnte ? Waxmane Baku als so ziemlich einzige Chance ließ sich nicht blicken.

Nachdem ich die zweite Runde gewonnen habe, stehe ich nun also insgesamt
1-1-1

Ziemlich ärgerlich, dass ich mit einem Deck, was eigentlich allerseits als gut befunden wurde, nach drei Runden nur 1-1-1 stehe und noch vier Runden gewinnen muss um vielleicht noch Top 8 zu machen. Bemerkenswert vielleicht auch, dass ich auch die nächsten Runden immer ein Spiel abgebe, und nie deutlich 2-0 gewinne. An den Draws kann es eigentlich nicht unbedingt liegen, denn ich habe tatsächlich während des ganzen Turnieres keinen einzigen Mulligan genommen ? ich weiß nicht, wann ich das zuletzt hatte. Allerdings war der erste Gegner, der gegen mich einen Mulligan genommen hat, glaube ich, Björn in Runde 4 und dann wieder Gunnar Refsdahl in Runde 7.


Runde 4: Steffen Hagen - GBR

Der Steffen Hagen, ganz am Ende des Raumes am Biertisch, wo wir diesmal spielen müssen.

Vor der Runde unterhalten wir uns gerade noch und Steffen sagt, dass es heute sein Prerelease ist, nicht Champions aber immerhin Betrayers, was auch seinen Kodama of the Center Tree im Deck erklärt, der aber mittlerweile immer rausgeboardet wird.

Jedenfalls spielen wir, jetzt erstmal gegeneinander, so verkünden es die Pairings. Ich wurde runtergelost, und er logischerweise hoch, einen Punkt Unterschied betragen unsere Ergebnisse. Sein Deck ist aber ein Pile, so dass ich ihm nicht zu unrecht recht zuversichtlich gegenüber sitze, und auch er hat mein Deck begutachten können. Im ersten Spiel lässt sich wieder der frühe Honden blicken, der Kodama of the Center Tree kann das Spiel nicht mehr entscheidend kippen und wird somit rausgeboardet (*hint*). Im zweiten Spiel werde ich wieder mal umgetreten und das dritte geht für mich aus. Jetting Glasskite ist halt super albern.

Mal wieder gewonnen...
2-1-1

Noch ein wenig "Decktech":

Kabuto Moth
Genju of the Fields
Waxmane Baku

Keine dieser Karten hat, sobald sie ausgespielt wird, sofort allzugroße Auswirkungen aufs Board, sondern sie werden erst ein wenig später wirklich gut, dann können sie aber das Spiel beherrschen. Ist natürlich nicht wirklich eine Neuigkeit, aber ich erwähne das hier nochmal, um zu verdeutlichen, wie ich die Karten zu Gruppen zusammenfassen würde.

Genju of the Fields ist extrem gut, weil man die Fähigkeit mehrmals aktivieren kann, und dadurch häufig auf so viele Lebenspunkte kommen kann, dass er für den Gegner ziemlich unmöglich wird, zu gewinnen. Paradebeispiel dafür, was ich meine: Sobald es eine Weile auf dem Board ist, gewinnt es zwar nicht von alleine, aber es kontrolliert das Spiel und leitet den Sieg ein.


Runde 5: Björn Lück

Das nächste bekannte Gesicht mir gegenüber...

Björn Lück scheint nicht gerade sehr motiviert zu sein, mich zu besiegen und meint, er würde eh aufgeben, denn er ist 2-2 und somit ohne Chance auf Top 8.

Trotzdem wird natürlich erstmal gezockt. Ein verdienter Sieg ist auf jeden Fall deutlich besser als ein ercheateter. Und ich gewinne auch fair mir 2-1. Oder war es 2-0? Nicht mal das weiß ich noch — man merkt der Runde eine gewisse Entspannung an .

Nach dem Zock sind wir jedenfalls zum Dönerladen gegangen und haben uns von der Dönerfrau erstmal einen Vortrag halten lassen, dass Doner sowieso immer nur als Kalbfleisch ist, das als Lammflisch ausgegeben wird, sonst wäre der viel zu teuer und so ? Sie fragt jedenfalls "schaaf?" und Björn sagt, nein Huhn, und sie fragt, ob er Schaaf haben will, aber Björn will lieber Huhn. "Nein, Schaafe Soße" will er aber natürlich gern und wärend wir so kauen kommt Eiko an und erzählt, dass er gerade verloren hat und nur noch 3-2 steht und damit außer mir alle Bremer draußen sind. Naja, noch ist ja zu hoffen.

Schon wieder runtergelost, miese Opponent Scores, aber
3-1-1


Runde 6: Arne Krämer mit BWr

Runde 6 geht es gegen Arne Krämer

Arne hatte in der fünften Runde unentschieden gespielt, folglich war er in meinem Bracket und der Computer ließ uns auch tatsächlich gegeneinander zocken. Arne war von der neuen Legendenregel gar nicht begeistert, weil er nämlich immer seinen Hikari ausspielte, nur damit ich den in der nächste Runde mit meinem eigenen removaln konnte. Ich fand die Regel dann aber ganz gut...

Was wir ebenfalls beide hatten, war Doppelgenju, er allerdings nicht Genju of the Falls sondern Genju of the Fens, er war ja schwarz. Allerdings halte ich das blaue für doch deutlich stärker.

Das erste Spiel kam wieder der Turn 5 Honden, wonach ich alles mögliche tat, das Spiel noch zu verlieren (mit Shimmering Glasskite in Mothrider Samurai angreifen und dann feststellen, dass die Motte da gar nicht so gut ist etc.), was aber einfach nicht möglich war mit einer Extrakarte pro Zug...

Spiel 2 wurde ich wieder eiskalt weggemacht (ich glaube screw). Das dritte Spiel zog sich ziemlich lange hin, wir tauschten Hikaris ab, mein weißes Genju wurde aus dem Spiel entfernt (mit Schaden und Yamabushi's Flame), dann hatte er ein eigenes. Die Schlüsselstelle war dann das Übernehmen von Split-Tail Miko mit Threads of Disloyalty der fortan auf meiner Seite rulte und nicht auf Arnes. Besonders gut auch, dass ich damit verhindern konnte, dass er mit dem Genju Leben bekam, egal wie oft er es aktivierte. Schließlich hatte ich mehr Flieger als er und konnte gewinnen.

Arne dropt, ich muss noch eine Runde gewinnen um in den Top 8 zu sein.
4-1-1


Tja... also Sebastian Homann ist halt schon sicher Top 8 zu diesem Zeitpunkt, während ich a) gewinnen muss und b) dann auch noch gute Tiebreaker ercheat0rn muss, um die Chance auf Top 8 zu haben... (an dieser Stelle Grüße an den Sepp )

Marten Jensen war übrigens nach Runde 5 gedropt, wenn ich das richtig in Erinnerung hatte, nachdem er noch einmal gegen ein Deck verloren hat, was drei Spiele hintereinander turn 5 Ink-Eyes, Servant of Oni, turn 6 Kokusho, the Evening Star gemacht hatte. Tja, Marten, immer doppen, sobald man zweimal verloren hat, heißt die Devise .


Runde 7: Gunnar Refsdahl - BW

Ich gewinne 2-1, obwohl ich mich ziemlich frisiere. Um ihn eine Runde aufzuhalten spiele ich Phantom Wings auf seinen Cursed Ronin, Nächste Runde ist er tot, da ich Jetting Glasskite, Hikari und Shimmerin Glasskite habe und er auf 7 Leben ist.
Ich greife an und überlege so, ob ich auch mit der Kabuto Moth angreife, um zu gewinnen, falls er ein Removal hat, oder ob ich die Motte lieber da lasse um nicht zu verlieren, wenn er Ethereal Haze hat oder etwas, was zwei Kreaturen ausschaltet... Schließlich entscheide ich mich dafür, da blockt er Hikari mit Cursed Ronin. Ich sehe meine Phantom Wings und denke nur "Aua". Aber die Motte macht genau den lethalen Schadenspunkt. Hätte ich nicht mit der Motte angegriffen... uiuiui...

Naja, mein Score ist nun entsprechend, aber bin ich nun auch Top 8?
5-1-1


Sieben Leute mit 18, 17 oder 16 Punkten sind schon gesetzt für Top 8, ein weiteres Match zwischen Leuten mit 13 Punkten läuft noch. Der Gewinner des Matches und ich streiten sich um den achten Platz. Mit wird schon gesagt, dass meine einzige Chance ist, dass Thorsten Heyenga gewinnt, da der andere einen deutlich besseren opponentscore hat als Thorsten, dessen Tiebreaker aber immer noch besser sind als meine. Immerhin bin ich wirklich jede einzelne Runde heruntergelost worden.

Die Spannung ist also riesengroß, und letztendlich gehe ich als Sieger aus dem Nervenkitzel heraus, indem ich Thorsten Heyengas Tiebreaker um ca. 0,16 % schlage. Thorsten bedauernd die Hand geschüttelt und dann zum Draften hingesetzt.

Alex, Bodo un Björn, also diejenigen Bremer, die ein Studententicket hatten, waren letzte Runde schon nach Hause gefahren, Eikos Auto (Enthalten Eiko, Michael und Tom) fuhr nun auch Richtung Heimat. Zurück blieben Arne, Lüder und MichaelL, die sich mit mir das Wochenendticket teilen mussten .

Der Draftreport

Ich sitze neben Sebastian Homann, schauen wir mal, ob wir uns gut verstehen.

Der First Pick Hanabi Blast ist relativ schnell ausgewählt über Teller of Tails, Kitsune Blademaster und
Kashi Tribe-Reaver. Mit dem Second Pick Befoul war ich dann der Rot-schwarze Magier und wurde durch den Third Pick Devouring Greed darin bestärkt. Ärgerlicherweise kamen im Folgenden nicht ansatzweise genug Spirits um die wirklich gut werden zu lassen. Insgesamt kann man sagen, dass die Verständigung mit Sebastian ziemlich gut geklappt hat, wobei er dann einfach mehr Glück hatte als ich. Mein Deck sah aus wie folgt:

1 Blademane Baku
1 Heart Kami
1 Skullsnatcher
1 Nezumi Graverobber
1 Nezumi Cutthroat
1 Pain Kami
1 Akki Coalflinger
1 Takenuma Bleeder
1 Throat Slitter
1 Scourge of Numei
1 Blood Speaker
1 Ogre Recluse
1 Sokenzan Bruiser

1 First Volley
1 Hanabi Blast
1 Torrent of Stone
1 Befoul

Eigentlich ein sehr schöner Grundstock für ein Deck, allerdings wird man beim Zählen feststellen, dass das Deck in dieser Form nur aus 17 Karten besteht, wobei Sokenzan Bruiser nur deshalb gut ist, weil Jim Herold auch Rot/Schwarz war und Blademane Baku bei nur 6 Spirits/Arcane auch Mist ist. Letztendlich mussten also Füller her, und zwar nicht zu knapp:

1 Akki Avalancers
2 Battle-Mad Ronin
1 Brothers Yamazaki
1 Kami of the Fire's Roar
1 Skullmane Baku

Besonders schlecht eigentlich auch die beiden letzten, wenn man den Spiritcount noch einmal vergegenwärtigt. Da ist also einiges schief gegangen, unter anderem auch, wie ich von Marten Jensen, der den Draft beobachtete gehört habe, dass mein Drafter ziemlich inkonsequent mit schwarz umgegangen ist, es einerseits weitergegeben hat, aber andererseits auch einige schwarze Karten gedraftet hat, die mir letztendlich fehlen.
Das Problem gibt es ja häufig mit diesem Archetypen, dass man letztendlich zu wenig Playables hat, aber besonders schlecht war hier der erste Booster, aus dem es nur 5 Karten gab. Ich habe auch ein paar Karten aus anderen Farben gedraftet um eine Alternative zu haben, wie zum Beispiel Sebastian einen späten Teller of Tales weggepickt, aber letztendlich bin ich dann bei der Farbkombination geblieben.

Man denke sich also noch

9 Swamp
8 Mountain

dazu und man hat das Deck, mit dem ich gegen Jim Herold antreten musste.

Jim hatte also auch das Schwarzrote Deck, allerdings mit deutlich weniger Füllern. Und dem Glück auf seiner Seite.

Eigentlich gibt es da gar nicht so viel zu erzählen.

Spiel 1 behalte ich also die Hand mit 3 Mountains und ziehe 4 Mountains nach (während sich so 3 schwarze Karten auf meiner Hand tummeln).
Spiel 2 sehe ich wieder die Hand mit drei Mountains. Irgendwann Runde 7 oder so kommt dann auch der Swamp (wir schaffen es beide, ziemlich schlecht zu ziehen) und ich schaffe es sogar, einen vorteilhaften Throatslitter durchzulassen. Dann macht sich die Müdigkeit bemerkbar, als er mit Ember-Fist Zubera angreift, blocke ich nicht mit Nezumi Graverobber sondern mit Pain Kami und schieße seine Wicked Akuba ab - nur damit er mit der Zubera noch meinen Graverobber mitnehmen kann.
Naja, letztendlich läuft es dann darauf hinaus, dass ich nur noch Länder ziehe und er etwas mehr Spells, so dass er halt einfach gewinnt.


Es war jetzt nun schon 23 Uhr und ich war eigentlich ganz froh, gewonnen zu haben, um noch den Zug nach Bremen zu erwischen. Der Rest des Wochenendtickets war wahrscheinlich auch eher froh darüber.
Also noch schnell Preise einsammeln und ab dafür.

Ich: Gibt's noch Preise für mich?
Philip (Zu Melanie Wiebling, der Veranstalterin vom Zauberstein): Bekommt er noch Preise?
Melanie: Ne, weitere Preise gibt es nicht.
Ich: Wie jetzt?
Melanie: Du hast du die Karten aus dem Draft!
Ich: Jetzt echt? Keine Preise?
Melanie: Naja, du hast gedraftet. Und ein T-Shirt.
Ich: Das ist ja wohl ne Frechheit. (Geht weg)

Insgesamt habe ich eine Rare gedraftet: Heartbeat of Spring.

Also, dazu muss ich jetzt auch noch etwas sagen. Normalerweise ist es absolut üblich, pro Teilnehmer mindestens einen Booster an Preisen abzugeben. Wir waren 85 Mann. Das macht 85 Booster. Da gehen dann 24 Booster für den Draft ab. Bleiben 61, die an die ersten 20 Spieler (das sollten so ungefähr bis zu denen mit 5-2 sein) verteilt werden. Das gab es GAR NICHT.

An Preisen gab es: Ein ganz tolles T-Shirt (Größe XXL, Eiko, möchtest du es haben? Ich werd es sowieso nie anziehen), das aber sowieso von Amigo bezahlt wurde, genau wie der Flug.

Zwei halbe Displays für die beiden besten Amateure. Auch von Amigo bezahlt. Ich habe einen Pro Tour Punkt, also war es damit nichts (ich habe allerdings auch schon einmal bei einem PTQ in Hamburg ein halbes Display eingesammelt).

Der Zauberstein veranstaltet einen PTQ mit 85 Teilnehmern und rückt dafür 24 Booster "Preise" raus ? eben weil es nötig ist für den Top 8 Draft. Das ist

a) pure Geldgier
b) eine absolute Frechheit
c) Ausnutzen einer Art Vormachtstellung der Veranstaltung von PTQs in Norddeutschland.

Ihr glaubt gar nicht, wie verarscht man sich fühlt, wenn man 12 Stunden Magic gespielt hat, dann in den Top 8 verliert und dafür ? NICHTS ? bekommt. Wirklich absolut keine Preise.
Ich bitte euch, aber die Karten aus dem Top 8 Draft als Preise für den PTQ?

Ich bin schon oft genug 5-2 auf einem PTQ gegangen und habe dafür 8 Booster bekommen. Hier bin ich einfach um Preise regelrecht BETROGEN worden, denn wer glaubt denn, dass er bei einem PTQ wirklich den Slot holen muss, damit IRGENDWAS dabei rumkommt?

Gut, letztendlich habe ich Rating gewonnen. Da bin ich ja beruhigt. Ich danke also dem Zauberstein für meinen Rating-Gewinn. Aber wie man sieht hätte ich einfach nach der siebten Runde droppen sollen. Dann hätte ich wenigstens Rating über 1800.

05-04-827649, EU PTQ London - Hamburg - 2 slot: 04/24/2005 (32K)
8Jim HeroldLoss1799
7Gunnar RefsdalWin1809
6Arne A KraemerWin1788
5Bjoern LueckWin1772
4Steffen HagenWin1757
3Sven KlusmannLoss1739
3Ingmar MatzenWin1753
1Rene Pech Draw1743


Sebastian Homann hat mir übrigens erzählt, dass es bei den vom Zauberstein finanzierten Friday Night Magic Turnieren in Hamburg Boosterpreise gibt. Und zwar soviele wie die Anzahl der Teilnehmer durch zwei. Das stand dann etwas meinen Erfahrungen beim PTQ entgegen. Bis ich dann auf die Idee kam, mal nachzufragen, was der Zauberstein denn für Startgebüren nimmt.

Die Antwort: 4 Euro, das sind zwei Euro mehr als für uns. Und von diesen zwei Euro wird ein halber Booster an Preisen bezahlt. Der Zauberstein verkauft also praktisch jeden der Preisbooster für 4 Euro. Na, vielen Dank.

Es lässt sich also kurz zusammenfassen:

Tops:
- Top 8

Flops:
- Zauberstein


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Gruß, Matthias
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