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. Bremer Featurematch bei der DM

Michael Leicht gegen Bernd Brendemühl

von Matthias Ludewig am 14.08.2005

Es ist die Runde 10 der Deutschen Meisterschaft und es treffen siche zwei Bremer in aussichtsreicher Position: Beide stehen 6-3, also bestehen noch Chancen auf die Top 8. Der Verlierer ist so gut wie sicher raus, der Gewinner braucht noch ein 3-0-1 in den anschließenden vier Constructed-Runden.

Beide Decks sind wohl nicht schlecht, allerdings hat es bislang nur für ein 1-1 im Draft am Samstag gereicht.

Beide finden sich zunächst auf einer Reise nach Paris wieder. Mit der 6-Karten-Hand sind dann aber beide zufrieden (oder zumindest wird gehalten ;-)).
Michael fängt an mit Lantern Kami und Kitsune-Storyteller, Bernd on the draw legt Runde 4 einen Kuro's Taken. Michael hat nichts weiter auch kein zweites Land und es ist Bernds Play, dass das Spiel entscheidet: Er ist sichtlich frustriert, ebenfalls kein drittes Land zu haben (in drei Draw-Steps sollte das möglich sein) und legt einen Raving Oni-Slave, der ihn auf 13 bringt. Michael hat an der Stelle die absolute Anti-Karte, Mistblade Shinobi, der sich dank des Lantern Kamis ins Spiel Ninjitsuen kann und Bernd nicht nur einen Schaden macht sondern gleich 4, da der Oni-Slave das Spiel verlässt. Bernd regt sich auf, dass er die "Scheißviecher" sowieso rausboarden will, weil sie total schlecht sind — was die Frage aufwirft, warum sie überhaupt im Deck sind.
Bernds Deck gibt ihm jedenfalls wieder kein Land sondern nur einen Shinen of the Life's Roar und er gibt auf 6 Leben auf, vielleicht läuft ja das nächste Spiel besser.

Michael 1 — Bernd 0

Zwischen den Runden gucke ich auf der anderen Seite beim Match zu und kann auf die Frage, wo denn der Matchreport erscheint, ein wenig Werbung machen. Einer der beiden fragt mich, da er nicht bemerkt hat, dass das Bremer Match schon so schnell zu Ende ist, warum ich auf einmal ihr Match covere. "Da drüben ist es gerade langweilig", sage ich und deute auf die beiden Mischenden. "Ja, aber nur weil wir gerade mischen, sonst wäre es vielleicht auch spannender", sagt Bernd.
Ja, hoffen wir es mal. :-)

Keiner nimmt Mulligans, Bernd fängt an mit Ashen-Skin Zubera an, Michael hat wieder den Kitsune-Storyteller. Dritte Runde legt er aber nichts, so dass Bernd, der dritte Runde einen Bloodthirsty Ogre gelegt hat, nicht angreifen kann. Bernd hat allerdings auch kein Play, während Michael end of turn Murmurs from Beyond auf drei Länder spielt. Der Mountain für den Rot-Splash wird in den Friedhof gelegt, in Michaels Runde betritt dann der Moonlit Strider das Spiel.
Am Ende der Runde bekommt der Ogre eine Marke. "Hast du Demons im Deck?", fragt Michael. Bernd überlegt wegen des Fourth-Turn Plays. Scourge of Numai gelegt, Storyteller getötet. Das wäre gut. In Wirklichkeit legt er aber nur einen Gibbering Kami ;-).
Michael hat einen Harsh Deceiver und Kitsune Diviner, so dass er jetzt jede Menge Mauern im Spiel hat. Noch einmal kann Bernd mit seinem Gibbering Kami hauen gehen, bevor er vom Diviner immer getappt wird und legt dann noch einen (in dieser Boardposition überragenden) Skullsnatcher aus.
Mittlerweile sind beide auf 6 Ländern, was genau reicht für einen Skaled Hulk. Der wird nächste Runde vom Deviner getappt, der angreifende Gibbering Kami wird von Terashi's Verdict zerstört. Die anderen Kreaturen können sowieso nicht angreifen, da Michael mit dem weißen Deceiver, dem Moonlit Strider und dem Kitsune-Storyteller drei überlegene Blocker im Spiel hat.
Bernd legt erst einmal nichts nach, Michael aber einen Moonbow Illusionist. Am Ende der Runde wird der Strider von Horobi's Whisper getötet (auf eine andere Kreatur bringt es ja auch herzlich wenig).
Bernd, mit Hideous Laughter und Roar of Jukai auf der Hand, greift an mit Skullsnatcher und dem 3/1 Oger. Dieser wird vom Deceiver geblockt. Schon vorm Schaden guckt Michael die obersten Karten der Bibliothek an und pumpt dann den Deceiver. Vor dem Schaden.
Dies sind dann die Situationen, die das Match entscheiden. Bernd entscheidet sich dafür, nur Roar of Jukai zu casten und damit Michaels Fehler nicht wirklich auszunutzen. Hätte er zusätzlich vor dem Schaden das Laughter gespielt oder am besten das Laughter auf den Roar gespliced, dann hätte er das gesamte Board von Michael abgeräumt: Der Storyteller hätte nicht überlebt, da Michael zu früh den Deceiver aktiviert hatte, der Deceiver selber wäre nur 0/3 gewesen und an der 3/1 Ratte gestorben, so dass Bernd einen Skaled Hulk und den Bloodthirsty Ogre gegen ein leeres Board gehabt hätte.
So stirbt nur der Deceiver und es wird zwei Runde Draw-Go gespielt. Schließlich spielt Michael ein blaues Genju, was im gleichen Zug noch aktiviert wird, nach dem Angriff spielt Bernd das Laughter, was auf jetzt ziemlich gut ist: Außer dem Kitsune-Storyteller behält Michael nichts, während bei Bernd noch der Skaled Hulk liegt. Hier liegt jetzt aber der entscheidende Punkt: Beide ziehen eigentlich nur noch Länder nach, so dass Michael Bernd mit dem Genju töten kann, während der Hulk nicht am Kitsune-Storyteller vorbeikommt.

Ärgerlich natürlich, nach dem Laughter fünf Runden Länder zu ziehen. Dennoch lautet das Fazit wohl, dass es zumindest anders ausgesehen hätte, wenn das Laughter den Storyteller noch mitgenommen hätte: Michael hätte das Genju wahrscheinlich defensiv benutzen müssen und Bernd hätte das Laughter noch auf der Hand gehabt.

Michael 2 — Bernd 0
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