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. Ein misslungener Draft

und mehr eigentlich auch nicht

von Matthias Ludewig am 16.03.2005

Nachdem ich in letzter Zeit zweimal genau 2 Minuten zu spät zum Draften war (jeweils hatte die Runde schon genau EINEN Pick gemacht), hatte ich es nun endlich einmal zum Draften geschafft.

Dienstag bei GameWorld.

Normalerweise habe ich dann ja keine Zeit weil ich an diesem Tag auch nachmittags beschult werden, allerdings hatte diese Woche die gute Nachmittagsbeschulungstech Pause und ich konnte draften. [short aside: noch genau EINMAL nachmittags Französisch, dann NIE WIEDER!]

Zweimal war ich also schon zu spät, diesmal war ich — man ahnt es schon — deutlich zu früh.

Es waren so viereinhalb Leute zum Draften da (von Leuten, die so bekannter sind eigentlich nur der Marius Laggis, unser Freund von drüben (Colin) und meine Wenigkeit, so dass es ein wenig fraglich schien, ob der Draft denn nun stattfinden würde, allerdings meldete sich dann ein Mann per Telefon, der sagte er würde kommen, ein wenig später rief er dann nochmal an und sagte, er sei in einer Viertelstunde da. Dann kam er, es wurde dem Tim Vetter der Draft spendiert und los gings.

Das Übel.

Es begann mit Pack 1: der First Pick Teller of Tales war recht schnell genommen, im nächsten Booster war dann Dampen Thought. Und ich dachte, ich versuch es mal.
Als dann am Ende von Pack zwei klar war, dass ich kein weiteres Dampen Thought oder eine Eerie Procession bekommen würde, dachte ich mir, ich fang doch mal an, was richtiges zu draften.

Der geneigte Leser lupfe die Augenbrauen...

Ein wenig Glück im Unglück muss natürlich auch sein und so wollte anscheinend keiner die schwarzen Karten haben, die en masse in der Kartenpäckchen vorhanden waren, so dass ich noch so 13 spielbare schwarze und blaue Karten abgreifen konnte. Mein Deck sah im Endeffekt so aus:

Bile Urchin

Floating-Dream Zubera
Soaratami Cloudskater

Callow Jushi
Ogre Marauder
Takenuma Bleeder
Villainous Ogre
Kami of the Twisted Reflection
Yukora the Prisoner

2 Ninja of the Deep Hours
Soratami Mirror-Guard
2 Gibbering Kami
Soratami Mindsweeper

Teller of Tales
He Who Hungers

2 Reach Through Mists
Horobi's Whisper
Devouring Greed
Hisoka's Defiance

Die Kurve des "Decks" beginnt also bei ein paar wenigen drei-Mana-Karten und drei Millionen four-Drops, von denen kein einziger in der Lage ist, den Druck, den der Gegner mittlerweile aufgebaut hat, von mir zu nehmen, weil alles aggressive Flieger sind. Man stelle sich das Deck vor mit

+2 Wicked Akuba
+2 Skullsnatcher
+1 Rend Spirit
+1 Pull Under

die ich hätte draften können, und das ganze sieht schon ganz anders aus...

Das andere Deck war:

2 Reach through Mists
2 Peer through Depts
Sift through Sands
2 Ethereal Haze
Toils of Night and Day
Psychic Puppetry
Otherwordly Journey
Dampen Thought
Petals of Insight
Cage of Hands

Callow Jushi
Teller of Tales
Soratami Mindsweeper

Wie man sieht, längst nicht genügend Splicekarten um mit dem Deck etwas zu reißen...

Runde 1: Pierre

Nun, er hat jede Menge Kreature mit Power 1. Sein Trick ist Eight-And-A-Half-Tails + Pious Kitsune, die er auch jede Runde zieht, aber ich ziehe jeweils das Horobi's Whisper... was bleibt sind 1/2er für drei Mana und 1/1er, die sich opfern können um Fog zu machen und sogar ab und zu auch mal ein 2/1er oder 2/2er. Er hat sogar eine Order of the Sacred Bell im Deck.
Alles in allem ist sein Grün/Weißer Haufen aber viel zu schlecht, um Druck aufzubauen und so habe ich alle Zeit der Welt, meine Flieger auszuspielen, gegen die er gar nichts machen kann (eben wegen besagter Farbwahl).

Runde 2: Tim

Gegen Vetter verliere ich absolut sang- und klanglos, als er mir Runde zwei und drei Samurai of the Pale Curtain und Kabuto Moth hinlegt. Besonders toll habe ich auch nicht gezogen, aber letztendlich kann ich mit diesem Deck mit keiner Hand gegen diese beiden turns ankommen ;-).
Spiel zwei nehmen wir beide Mulligan auf fünf. Nur dass ich anfange und absolut flooded bin, während er Runde 3 Order of the Sacred Bell, Runde 4 Forked-Branch Garami legt (mit unterstützung von Wirewood Elf Schlange in Runde 2).

In zwei weiteren Spielen schafft er es übrigens ebenfalls, mir Runde 2 Samurai of the Pale Curtain, Runde drei Kabuto Moth hinzuknallen. Die Hölle^^.

Runde 3: Marius

Spiel eins macht er den Druck mit Runde 2 Critter (was ich gar nicht gut leiden kann) und Runde vier macht er Nagao. Ich scoope in Respone cool.
Runde zwei hat er die guten Glacial Ray splice Aktionen. Aber keinen Druck. Ich gewinne nach hartem Kampf
Runde drei hat er weder Druck, noch Glacial Ray. Ich gewinne ;-).

Wieder einmal zeigt sich, wie immens wichtig Bären für das Format ist. Wenn Runde 2 ein Spieler keine Kreatur legt, der Gegner jedoch schon, ist das Match sehr häufig schon entschieden, umsomehr wenn der Gegner angefangen hat.
Hier wird deutlich, warum Combat Tricks so gut ist: Sie bestrafen jeden Tempoverlust des Gegners. Ganz besonders Indomitable Will, weil die Kreatur anschließend auch noch schwere totzublocken ist, und Blessed Breath, weil man da schon in Runde drei eine weitere Kreatur nachlegen kann.
Klar auch, warum Samurai of the Pale Curten - Kabuto Moth so unglaublich gut ist, wenn der Gegner gerade kein Removal hat: Es wird für den Gegner unmöglich sein, dem Samurai Runde zwei eine Kreatur entgegenzustellen, die ihn vorteilhaft blocken kann, später ist dann die Motte aktiv, die das Blocken verhindert. Blockt man aber nicht, kann man auch häufig nicht zurück angreifen, da die Motte noch als 2/4 Blocker daliegt.

In diesem Sinn, auf dass ihr Zwei-Mana-Kreaturen firstpicken mögt,

Matthias
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