Über diesen Artikel: Brag: Sieg beim Prerelease! - Beat: Husten, Schnupfen, Heiserkeit - Variance: 2 Chase-Rares, 8 Booster, ein XXL-Shirt und -3 Punkte Rating
Mein Prereleasebericht ist jetzt zwar schon zwei Wochen alt, weil ich ihn schon geschrieben und dann vergessen hatte. Aber fertig war er schon fast, also hier ist er!
Mein Deck war im Endeffekt richtig gut, auch wenn ich mir zunächst nicht ganz so sicher war, aber am Ende war dies offensichtlich: Gute Kurve, gute Tribesynergien, ein paar Bomben (Chameleon Colossus, Briarhorn und einige andere gute Kreaturen) und günstiges Removal, was den Beatdownplan begünstigte.
Nicht sicher war ich mir zunächst um die Fires-of-Yavimaya- Krieger-Axt. Zunächst hatte ich sie auf der Deckliste, strich sie dann aber doch zugunsten von Weight of Conscience, dass ich zunächst nicht so stark eingeschätzt hatte, dann aber nochmal etwas nachdachte und doch für gut befand — zurecht, wie sich zeigte. Aber das ist eben das Prerelease .
Zunächst mal werde ich mit einem Freilos "erfreut". Beim Prerelease will man doch spielen! Aber immerhin Gelegenheit für mich, noch einmal nach Hause zu laufen (Weg etwa 3 Minuten) um einen Schal und eine Tasse plus Teebeutel zu holen. Und so konnte ich dann während der weiteren Runden schön Pfefferminztee schlürfen — die Erkältung freut sich.
Runde 2: Martin Michael
Das Match läuft sehr unfair: Ich spiele in Runde 2 den Wolfsschamanen und Runde drei die Patrouille. Als nächstes bekomme ich eine Marke und einen Wolf durch Kinship. Währenddessen hat er nichts, um meinem Druck etwas entgegenzusetzen und an einer Stelle macht er auch noch einen Fehler, als er mit einem 2/2er und einem 3/1er meinen Cairn Wanderer totblocken will, aber den Eiterkraucher übersieht, der den 3/1 Mann umbringt.
Im zweiten Spiel habe ich wieder Runde 2 den Schamanen, diesmal bekomme ich aber keine Wolfsspielsteine. Trotzdem ist das Spiel nicht spannender als eben.
Zum Schamanen möchte ich sagen, dass er selbst in meinem Deck (11 andere Schamanen) längst nicht so unfair ist, wie viele erst dachten. Durchschnittlich decke ich alle vier Runden einen Elfen und/oder Schamanen auf. Natürlich ist er als 2/2er für 2 Mana, der öfter auch noch Kartenvorteil macht eine sehr gute Karte, aber unfair ist er keineswegs. Die Ausdünner-Patrouille ist in manchen Situationen fast noch schlimmer: Wenn man schon viel Druck macht und dann auch noch auf einmal der 3/2 Mann auf 4/3 heranwächst und direkt zuschlägt. Die Wölfe dagegen haben noch Einsatzverzögerung.
Eine Entdeckung konnte ich aber aus dieser Runde mitnehmen: Mein Deck kann ganz schön zuverlässig Beatdown machen. Runde 2 ein Bär, Runde 3 drei Power und dann billiges Removal und Combattricks — das sieht schon sehr gut aus.
Runde 3: Axel Kapust
Oh noes! Preventz damages!
Axel hat ein Meervolkdeck. Und zwar kein schlechtes: Runde 2 Silvergill Douser, Runde 3 Steambed Aquitects, Runde 4 Summon the School. Ich kann halbwegs mithalten mit dem Wolfsschamanen (schon wieder), der dann auch einen Wolf mitbringt, und einem Bogenmeister aus Lys Alana. Und so gestaltet sich eine interessante Beatdownsituation. Als er in Runde 4 Summon the School spielt (mit genau 4 Meervölkern im Spiel), kann ich ihn vom Blocken abhalten indem ich seinen Douser abschieße, worauf er alle seine Kreaturen tappen muss um das Summon auf die Hand zurückzubekommen. Dann bekommen die Aquitects noch ein Lignify ab.
Im nächsten Zug habe ich Windbrisk Heights zu entscheiden, ob ich Oblivion Ring oder Wanderer des Hains unter das Land lege. Schließlich entscheide ich mit für den 7/7 Mann, da ich nicht unbedingt einen Token unter den Ring legen möchte. Vielleicht war es die falsche Entscheidung, denn er spielt in der nächsten Runde Wellgabber Apothecary. Spielentscheidend ist aber etwas anderes: Nämlich, dass ich den Apotecary nicht richtig lese. Zunächst aber schicke ich einen meiner Mannen in den Tod (er wird einfach vom 2/3er geblockt), um den 7/7 Freund ins Spiel zu bringen.
Die entscheidende Runde ist dann die nächste: Ich ziehe Gewicht des Gewissens und spiele es erst nach dem Kampf auf den Apotheker, als er geblockt, seine Kreaturen mit Summon the School Rückkauf getappt und ihnen Schutz gegeben hat. Wo ist der Fehler? Na klar, ich dachte, Wellgabber Apothecary würde Schutz geben. So hatte ich diese Runde komplett verschenkt und obendrein hatte mein Moonglove Winnower gegen einen Meervolk-Token abgetauscht.
Das Spiel ging aber weiter: mit meinen Angreifern mache ich immer mehr Druck gegen seine 1/1 Fischchen, so dass er an einem Punkt nicht mehr Summon the School spielt sondern Purity. Die beginnt jetzt gegenzuhauen und ich schaffe es nicht mehr, ihn umzubringen, bevor Purity das erledigt. Hätte ich die eine Runde nicht verbastelt hätte ich aber sicher gewonnen.
Das zweite Spiel ist ähnlich spannend: Ich bin die ganze Zeit screwed (nach einem Mulligan) und schaffe es erst ganz zum Schluss die Thorntooth Witch auf meiner Hand auszuspielen, in der Runde bevor ich tot bin. Er legt währenddessen Beatdown aus...
Runde 4: Marcus Baumgart
Finale: Ich stehe 2-1, Markus als einziger 3-0. Er ist ziemlich überzeugt von seinem Deck, aber das erste Spiel ist für mich schnell gewonnen indem ich Beatdown auslege und er nichts.
Spiel 2 gewinnt er, weil ich nach Mulligan eine 1-Land-Hand on the draw halte, wo ich nur ein Land ziehen brauche um ganz gut dazustehen: Unter anderem Leaf Gilder und weitere billige Kreaturen. Das zweite Land kommt aber erst, als er Chandra Nalaar ausgespielt hat...
Das dritte Spiel sieht dann wieder sehr gut für mich aus, als ich wieder den Starken start mit Turn 2 Power 2, Turn 3 Power 3 auspacke, wogegen er dann verliert.
Dazu muss man aber sagen, dass sein Deck neben Chandra Nalaar auch Shriekmaw und Austere Command hatte sowie einiges Removal. Der Unterschied war aber der, dass sein gesamtes Deck deutlich teurer war und einfach nicht die Beatdownqualitäten meines Decks besaß.
Mit 3-1 und — da Axel und Martin gewonnen hatten — 75% Opponent Score wurde ich dann erster und gewann ein XL T-Shirt und 8 Booster, die demnächst verdraftet werden können schon verdraftet wurden.