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. Was ich in Dortmund tat

Der Bericht vom Grand Prix Dortmund

von Matthias Ludewig am 13.03.2006

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Über diesen Artikel: Matthias berichtet in seinem Report vom Grand Prix Dortmund am 18./19. Februar 2006, von Dortmund gegen Werder, dem Player of the Year, einem übermächtigen Sealed Deck und seinem 24. Platz.

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Der 24. Platz beim Grand Prix Dortmund, und das bei 1025 anderen Spielern, das hört sich nicht schlecht an. Immerhin 1002 Spieler hinter sich gelassen und 250 $ abgegriffen. Warum von den 250 $ aber nicht mehr wirklich viel übrig bleibt und meine Leistung diesen Begriff auch nicht wirklich verdient, das soll dieser Artikel offenlegen.

Der erste Tag

Etwas weiter ausgeholt: Es gab sicherlich sehr viele albern starke Pools auf diesem Grand Prix. An den oberen Tischen hatten fast alle Tolsimir the Wolf Blood, und einige auch das Glare of Subdual dazu. Frank Karsten zum Beispiel.
Ich glaube aber, es ist nicht allzu gewagt zu sagen, dass mein Pool besser war als alle diese Decks.

Die Multicolorkarten aus dem Ravnicastarter lagen, alphabetisch obenauf und mir stockte der Atem, als ich die drei Rares in der Hand hielt: Tolsimir the Wolf Blood, Glare of Subdual und Woodwraith Corrupter.

Dann, die Karten etwas weiter durchgeguckt, offenbarten sich mir Putrefy und Mortify. Es gab das Manafixing, was man sich wünscht, in Form von Farseek, einem Signet und zwei Bounceländern. Nullmage Shepherd (und eben Mortify) bildeten das Enchantmentremoval, was man an den oberen Tischen häufiger mal braucht gegen die obligatorischen Glare of Subdual und Faith's Fetters.


Tag 1 — Sealed Deck

6 Forest
5 Swamp
3 Plains
1 Gruul Turf
1 Orzhov Basilica

1 Roofstalker Wright
1 Golgari Guildmage
1 Silhana Starfletcher
1 Orzhov Euthanist
1 Golgari Brownscale
1 Stinkweed Imp
1 Nullmage Shepherd
1 Mausoleum Turnkey
1 Mortipede
1 Giant Solifuge
1 Golgari Rotwurm
1 Tolsimir Wolfblood
1 Harrier Griffin
1 Woodwraith Corrupter

1 Farseek
1 Gruul Signet
1 Gather Courage
1 Last Gasp
1 Putrefy
1 Mortify
1 Pillory of the Sleepless
1 Faith's Fetters
1 Ribbons of the Night
1 Glare of Subdual

Die einzigen Karten, die mir spontan als fehlend einfallen, sind Shambling Shell (statt dem Brownscale), Greater Mossdog (besser als Mortipede) und Selesnya Guildmage (statt Roofstalker Wright). Viel besser kann man dieses Deck nicht machen, und ich glaube, das sagt genug aus.

Hier die Statistik des ersten Tages:

1: *AWARDED BYE*
2: Simon Coenen [NLD] 2-1
3: Philip Grochowski [DEU] 2-0
4: Tobias Bosselmann [DEU] 2-0
5: Leonard Schechtl [DEU] 2-0
6: Simon Görtzen [DEU] 2-0
7: Manfred Hermann [DEU] 2-0
8: Øyvind Andersen [NOR] 0-2
9: Kenji Tsumura [JPN] 2-0

"Wie bitte, konnte der Mann ein Spiel verlieren, und dann gleich zwei in einer Runde", fragt man sich. Und das zu recht. Aber fangen wir am Anfang an.

Schließlich habe ich schon in der ersten gespielten Runde direkt ein Spiel verloren, und das kam so: Am Anfang war ich etwas flooded und geriet so schnell in die Defensive. Um sicher zu gehen, musste ich den Stinkweed Imp dredgen. Beim ersten Mal legte ich mir Tolsimir, Glare, Mortify, Last Gasp und Ribbons of the Night in den Friedhof. Trotzdem netter Effekt, denn sowohl mein Gegner als auch die Spieler in den Partien rechts und links von uns starrten nur auf meinen Friedhof und fragten sich, ob sie ihren Augen trauen sollten. Beim nächsten Dredgen landete dann auch der Woodwraith Corrupter im Friedhof und ich hatte dann eigentlich keine Spells mehr im Deck, die das Spiel noch herumreißen konnten.
Das letzte Spiel war eigentlich ziemlich klar auf meiner Seite, allerdings deckte er, als er gestorben war noch die oberste Karte seiner Bibliothek auf und dort lag der Savage Twister, der das ganze möglicherweise nochmal umgedreht hätte.

Im den folgenden Matches gewöhnte ich mir an, in Spiel 1 Glare auf der Hand zu behalten, um es noch nicht zu revealen und die Spiele trotzdem zu gewinnen (passierte etwa drei bis vier Mal im Turnier).

Irgendwann ging es dann gegen Simon Görtzen an Tisch 1. Die Verhältnisse wurden dann noch zusätzlich verdeht, dadurch dass er im zweiten Spiel auf 4 Mulligan nehmen musste und im zweiten auf 6. Ich legte ihm Tolsimir und Glare auf den Tisch und das war das Match. Im nachhinein zeigte er mir noch Rumbling Slum und Savage Twister.

Gegen Manfred Hermann kam dann das albernste Spiel des Turniers, als ich nämlich im zweiten Spiel die Hand mit fünf Ländern, Nullmage Shepherd und Woodwraith Corrupter halte, im ganzen Spiel nur Länder und Gather Courage nachziehe und das Spiel gewinne, weil Manfred den Corrupter, der jede Runde einen 4/4er baut, nicht handeln kann.
In der Runde bekomme ich übrigens noch ein Warning wegen "Marked Cards - Minor"

In Runde 8 gegen Øyvind Andersen knüpfe ich da an, wo ich die Runde vorher aufgehört habe und ziehe viel zu viele Länder. Trotzdem geht dieses Spiel auf meine Kappe. In der letztmöglichen Runde ziehe ich nämlich einen Golgari Guildmage, der das Spiel nochmal herumreißen kann. Schnell wächst er auf 4/4 und benutzt seine zweite Fähigkeit um ordentlich Kreaturen auszutauschen (ich habe mittlerweile 12 Mana). Dann greift er mit einem 4/3er und einem Flieger an, die ich beide blocken muss, da ich auf sehr niedrigen Leben bin. Da ich nur 5 Mana offen habe, verliere ich auf jeden Fall eine Kreatur (ich habe Stinkweed Imp und Silhana Starfletcher). Ich entscheide mich dafür, das Risiko einzugehen, dass er weder Last Gasp noch Douse in Gloom gezogen hat und blocke den 4/3er mit dem Guildmage. So nehme ich wenigstens noch seine Kreaturen mit. Das war aber deutlich ein Fehler, da er doch das Douse in Gloom hat und den Guildmage abschießt.
Es kommt kurze Zeit später sogar noch das Glare of Subdual, aber er hat einfach zuviele Kreaturen und ich ziehe nicht genügend nach um zu stabilisieren.

Eine lustige Situation: Am Anfang (also in Runde 2) hat er angefangen, meine guten Karten aufzuschreiben, fing an mit Last Gasp, danach Tolsimir (der sich sofort ein Brainspoil einfing) und den weiteren Removalspells. Am Ende hatte er mein halbes Deck untereinander auf seinem Zettel stehen. "Quite a long list" — "Yes, my deck should not be able to beat yours".

Trotzdem kam es anders. Er fängt an mit einem Blind Hunter in Runde 3, der sich direkt Pillory of the Sleepless einfängt, aber es kommt direkt ein weiterer Blind Hunter. Ich habe leider diesmal kein weiteres Removal sondern nur die dicken Kreaturen. Er kann sich dn Hunter bouncen undwieder ausspielen (wer mitgezählt hat, merkt,dass es schon allein 6 Lifeloss sind), danach kam noch eine Dimir Houseguard, die die Haunttrigger sofort auslösen konnte (nochmal Minus 4), ganz abgesehen mal davon, dass ich keine Blocker für die Flieger hatte.

Und so verlor ich mit meinem Deck nicht nur ein Spiel sondern auch ein Match. Seine Deckliste kann man übrigens hier angucken.

Sehr lustig war dann die letzte Runde gegen den amtierenden Player of the Year Kenjy Tsumura. Ich spielte so unglaublich schlecht und er war absolut chancenlos. Die Highlights: drei Schaden zwischen Shambling Shell und einer weiteren 1-Toughness-Kreature 2 und 1 zu verteilen und nicht 1 und 2, so dass er einfach die +1/+1 Marke auf die andere Kretur legen konnte. Außerdem habe ich schön versucht den lethalen Angriff zu deklarieren mit einem Tolsimir, der Pillory of the Sleepless auf sich hatte. Tja, aber was soll ich sagen? In beiden Spielen zeigte sich Tolsimir, den er nie handlen konnte, im zweiten legte ich auch noch ein Glare daneben und er konnte nur fassungslos den Kopf schütteln. Den Alphastrike konnte er gerade noch abwenden indem er Scatter the Seeds castete, allerdings musste er mit sovielen Kreaturen unvorteilhaft blocken, dass er danach nur noch eine Dimir Houseguard gegen meine vier Kreaturen hatte. "I played so fuckin' bad" ... Immerhin hatte er die Größe, immernoch freundlich zu lächeln. Schließlich ist er auch vor mir gelandet in den Final Standings.


Der zweite Tag

Der Draft an Tisch 2. Im Gegensatz zum ersten Tisch kannte ich aber nicht wirklich jemanden, erst jetzt fallen mir Namen auf: Wilko Pinkster, der damals den 1500-Mann Grand Prix in Paris gewonnen hat (mit der unbeschreiblichen Überschrift "Pinkster pummels Paris"-) und Julien Goron (zu dem mir jetzt aber nichts einfällt):

1 Sauerborn, Morik
2 Goron, Julien
3 Pinkster, Wilco
4 Bohny, Nico
5 Vonderberg, Sven
6 Rentzsch, Stefan
7 Krzikalla, Olaf
8 Ludewig, Matthias

Alle mit 24 Punkten.

Gewonnen wurde der Tisch von Stefan Retzsch (der ja auch Top 8 machte) im Draftfinale gegen Julien Goron, während Wilco Pinkster das 0-3 abstaubte.

Der Draft lief eigentlich ganz gut. First Pick Shambling Shell, im zweiten Booster direkt noch einer und danach ein Snapping Drake. Natürlich, das Deck ist vierfarbig, Manaprobleme gab es aber eigentlich kaum, da die Hauptfarben klar Grün und Schwarz sind während blau und weiß deutlich geringere Anteile haben.
Man gab mir bereitwillig die grünen und schwarzen Karten, auch weiß schien ziemlich unterdraftet zu sein, im dritten Booster war der Segen dann aber etwas geschmälert. Ich bin ziemlich sicher, dass jemand in Orzhoff geswitcht ist, denn außer dem Orzhoff Pontiff und Daggerclaw im kam weder in Schwarz noch Weiß etwas.


Draftdeck #1

1 Transluminant
1 Orzhov Pontiff
1 Silhana Starfletcher
1 Gristleback
2 Shambling Shell
1 Dimir Cutpurse
1 Daggerclaw Imp
1 Droning Bureaucrats
1 Snapping Drake
1 Torch Drake
1 Screeching Griffin
1 Bramble Elemental
1 Golgari Rotwurm

1 Terrarion
1 Gruul Signet
1 Selesnya Signet
1 Farseek
1 Seeds of Strength
1 Withstand
1 Brainspoil
1 Compulsive Research
1 Strands of Undeath
1 Plague Boiler

5 Forest
4 Swamp
3 Island
2 Plains
1 Golgari Rotfarm
1 Dimir Aquaeduct


Runde 10: Morik Sauerborn [DEU]

Ich gewinne weil er im entscheidenden Spiel zuviele Länder zieht. So ist irgendwie meine Erinnerung. Damit will ich aber nur verbergen, dass ich mich eigentlich gar nicht mehr erinnere...

2-1


Runde 11: Stefan Rentzsch [DEU]

Im ersten Spiel legt er mir Sceletal Vampire vor die Nase (nachdem ich schon mehr Länder als Spells gezogen habe) und meine einzige Möglichkeit, ihn zu handeln, ist Plague Boiler. Man beachte die Ironie: er kann natürlich regenerieren, folglich zerstört der Plague Boiler nur zwei Token von ihm, aber wenigstens ist dann der Vampirwahnsinn abgestellt, an dem ich sonst nie vobeikommen werde (und obendrein bald zugrunde gehe, da ich Flieger nicht blocken kann). Ich bereite das ganze noch optimal vor (so gut man das mit zwei Handkarten gegen 7 durch doppel Compulsive Research machen kann) und kann sogar noch eine Kreatur nachlegen. Dann legt er Kreatur nach Kreatur während ich Land ziehe und ich bin kaputt.
Im nächsten Spiel kommt die Flut und ich werde hinweggefegt (allerdings nicht von der Flut sondern vom Gegner). Folgendermaßen: Drei Länder vor dem Compulsive Research, drei Länder mit dem Compulsive Research und drei Länder nach dem Compulsive Research. Aber immerhin konnte ich eins davon in den Research werfen.

0-2


Runde 12: Nico Bohny [CHE]

Er hat das Rot-Weiß-Grüne Deck und es steht 1-1. Das entscheidende Spiel soll hier einmal zusammengefasst werden.
Ich halte on the draw eine Hand mit Signet, vier Ländern (alle Farben) sowie Golgari Rotwurm und Bramble Elemental. In der Runde, als ich mit meinem Selesnya Signet auf sein Boros Signet antworte, ziehe ich günstig den Snapping Drake von oben, der nächste Runde gleich ausgelegt wird. Allerdings hat er schon ein Ordruun Commando gelegt, was in seinem Zug direkt angreift. Meine Hand ist Golgari Rotwurm, Bramble Elemental und Seeds of Strength.
Zwei Möglichkeiten: Ich kann abtauschen indem ich mit dem Snapping Drake (er hatte nur zwei weiße Mana). Man macht es zwar nicht gerne, aber letzendlich ist der Drake auch nur eine Karte und ich habe wohl die bessere Qualität auf dem Tisch.
Ich entscheide mich aber für die andere Möglichkeit, nämlich auf 16 zu gehen und dann hoffentlich mit dem Bramble Elemental den Boden dicht zu machen gegen andere Kreaturen, die er nachlegt. Ich kann dann die Runde darauf notfalls immernoch mit dem Bramble Elemental blocken. Der Vorteil: Ich race durch die Luft gegen und gehe nicht das Risiko ein, meinen Drake gegen jeden beliebigen Combattrick zu verlieren.
Im nachhinein war die Entscheidung ziemlich sicher falsch. Es kommt wie es kommen muss: er legt Bramble Elemental nach, ich ebenfalls, während ich meinen Drake zuhause lasse um nun doch zu blocken. Er spielt Galvanic Arc auf sein Elemental und erschießt meinen Drake. Ich nehme noch einmal 8 Schaden und hoffe, eine Kreatur für weniger als 5 Mana nachzuziehen um mit Seeds of Strength vorteilhaft blocken zu können. Er hat aber einfach den Combattrick und das war es für das Spiel.
Ich kann mir gut vorstellen, dass ich das Spiel gewonnen hätte, wenn ich in seiner vierten Runde mit dem Snapping Drake geblockt hätte.

1-2

Jetzt stehe ich also statt 10-2 nur 9-3 und muss 3-0 im nächsten Draft gehen um mich für Prag zu qualifizieren. Immerhin reicht 2-1 für Top 32, da ich den besten Opponentscore aller 27er habe.


Der zweite Draft

Der Draft beginnt mit der Wahl zwischen Watchwolf und Brainspoil. Irgendwie habe ich dann den Watchwolf genommen, war aber den ganzen ersten Booster überzeugt, ich hätte Brainspoil gepickt. Klar, es waren noch 2 weitere gute schwarze Karten im Booster, aber meinen Nachbarn auf schwarz zu setzen ist gar nicht mal so toll, wenn man GBW forcen möchte. Brainspoil ist zwar nicht die beste Karte, weil recht klobig, aber trotzdem ist sie schon eine Ansage. (Siehe Runde 11, was wäre passiert, hätte ich Brainspoil gezogen?)
Warum ich den Watchwolf genommen habe, ist mir nicht klar, vielleicht hat eine Stimme gesagt, ich will lieber GRW draften.

Als nächstes kamen Golgari Rotwurm und Darkblast und ich war wieder ziemlich sicher in schwarz/grün/weiß. In Guildpact kam ein Booster mit Silhana Starfletcher, Orzhov Basilica, Douse in Gloom, Blind Hunter und Ghost Counsil of Orzhova. Der Blind Hunter war besser für mein Deck und wurde gepickt, ärgerlich im nachhinein, denn sonst hätte ich ein Ghost Counsil. Aber wer weiß, was sonst passiert wäre.

Das Deck ist nicht schlecht, allerdings sehr instabile Manabasis (das Fixing kommt nur von Gruul) und vollständig dreifarbig. Obendrein einige schlechte Karten, wie Centaur Safeguard und Undercity Shade.


Draftdeck #2

1 Elvish Skysweeper
1 Golgari Thug
1 Veteran Armorer
1 Ghost Warden
1 Watchwolf
1 Shambling Shell
1 Benevolent Ancestor
1 Teysa Orzhov Scion
2 Centaur Safeguard
1 Blind Hunter
1 Greater Mossdog
1 Bramble Elemental
2 Golgari Rotwurm
1 Undercity Shade
1 Netherborn Phalanx

1 Gruul Signet
1 Farseek
1 Bloodletter Quill
1 Darkblast
1 Douse in Gloom
1 Strands of Undeath
1 Seeds of Strength

2 Gruul Turf
4 Forest
5 Swamp
5 Plains


Runde 13: Tomas Klimes [CZE]

In der ersten Runde zeigt mein Deck, was es so alles kann und schmeißt die Dredge-Engine so richtig an. Theysa und Shambling Shell ist schon eine Art Combo. Hat zwar nie einen Token gemacht, aber hat immer damit gedroht und konnte auch immer wiederkommen dank Golgari Thug.
Der Gegner spiele UBR und durch das ganze Dredgen war meine Library ziemlich klein, so dass Belltower Sphinx eine gewisse Gefahr darstellte. Irgendwann spielte er Mausoleum Turnkey, der Izzet Cronarch zurückbrachte (jede Menge Kartenvorteil). Das Mana reicht aber genau nicht um den Cronarch noch auszuspielen so dass ich Golgari Thug opfere, damit Bramble Elemental obenauf lege und meine letzte Handkarte, Strands of Undeath, drauflege. Das gibt mir zwei Pilze als Chumbblocker, lässt ihn seinen letzten beiden Handkarten discarden (zusätzlich zum Cronarch noch Leap of Flame) und gibt mir einen regenerierenden Angreifer, der mit Ghost Warden genau zu groß ist für die Sphinx. Die fünf Karten, die die Sphinx mir wegnehmen würde, kann meine Library aber trotz unendlichem Dredgen noch vertragen und wir mischen zum zweiten Spiel. Irgendeine Millkarte oder auch Compulsive Research hätten ihm aber das Spiel gewonnen.

Das zweite Spiel ist auch ziemlich lang: Er baut sich einen Stinkweed Imp mit Strands of Undeath (in das ich glücklicherweise Land discarden kann) an dem ich lange nicht vorbeikomme, bis ich Darkblast ziehe. Im Upkeep gespielt, gedredgt und nochmal gespielt, der wird aber leider gecountert (durch Muddle the Mixture). Nachdem ich einige Runden auf eine Antwort gewartet habe und von zwei Dimir Infiltratoren gehauen werde, komme ich aberzu dem Schluss, dass ich in den sauren Apfel beißen muss. Ich dredge mir Darkblast, und töte damit die Runde darauf den Stinkweed Imp. Diesmal hat er keine Antwort und so kann ich angreifen, auch die nächste Runde noch, da ich schon die ganze Zeit Douse in Gloom halte und damit den gedredgten Stinkweed Imp erschieße. Danach habe ich zuviele Kreaturen, als dass er sie wirkungsvoll blocken kann und gewinne relativ knapp.
Pascal sagte mir, er hätte es mit Leap of Flame irgendwie verzockt, schließlich war ich gegen seine beiden Infiltrators auch nur noch auf 5 Leben.

2-0


Runde 14: Fried Meulders [BEL]

Ziemlich chancenlos: Im ersten Spiel bin ich etwas flooded, habe also ohnehin nicht viele Spells, als er mein Bramble Elemental mit einer 2/2 First Strike blockt und mit First-Strike-Schaden auf dem Stapel Electrolyze spielt. Auf meinen Seeds of Strength (das dem Elemental leider nur +1/+1 gab) hat er noch ein Electrolyze und hat damit den Ultrakartenvorteil.
Im zweiten Spiel ziehe ich dann kein schwarzes Mana für meine vielen schwarzen Spells in der Hand und das war es dann...

0-2


Runde 15: Manfred Hermann [DEU] 2-0

Manfred hat das Deck mit den Scab-Clan Maulern und einigen Wildsizes, die er genau immer so zog, dass er Schaden durchdrücken, sein Viech überleben lassen und das neue blutgedürstet nachspielen konnte.
Im entscheidenden Spiel dachte ich, ich könnte gewinnen indem ich Netherborn Phalanx spiele, opfere, mit Golgari Thug obenauf legen und erneut lege (er hat so 8 Kreaturen), aber er hat erneut das Wildsize und kann den letzten Schaden durchdrücken
Ich habe bestimmt auch nicht wirklich gut gespielt aber trotzdem zog er einfach ziemlich passend, so dass ich nach kurzer Zeit 0-2 verloren hatte. Er gibt aber auf, weil er drei Punkte weniger hatte (nur 9-5 statt 10-4) und keine Chance mehr auf Top 32 hatte.

Natürlich machen wir den Preissplit, was bedeutet, dass von den 250 $ Preisgeld gerade mal 100 EUR für mich übrig bleiben.

Nun war es halb 5 und wir konnte fahren, gut dass Eiko und Pascal so lange gewartet haben, obwohl sie eigentlich schon mittags fahren wollten. Hinhaltaktik: "Ja, wenn ich die nächste verliere, können wir fahren." — "Hast du verloren?" — "Nein, gewonnen..." — "Jetzt endlich verloren? Hurra, dann können wir ja fahren" — "Ja, ich hab verloren, aber das können noch Top 32 werden..."
Am Ende waren wir so um 8 in Bremen, Eiko musste noch etwas weiter, war dann aber auch irgendwann at home. Aus Bremer Sicht ein mehr als durchwachsenes Wochenende: von 8 Leuten nur einer im zweiten Tag. Geldmäßig zwar mehr als in Hasselt, aber trotzdem: Alles in Allem enttäuschend (Martin, Bodo, Michael, Alex und Jan fuhren schon direkt am Sonntagmorgen ohne überhaupt zur Site zurückzufahren).

Wir sehen uns beim PTQ in Hamburg! Glücklicherweise hat Jan Ruess gesagt, seine Erfahrung wäre so, dass es durchaus unterschiedliche Ereignisse sind: Wenn man ein Spiel screwed ist, kann man durchaus auch im folgenden screwed sein und danach nochmal. Folglich kann ich noch hoffen, dort auch ein gutes Sealed Deck aufzumachen. Wäre dem nicht so, müssten ja meine Sealed Decks mies sein bis in alle Ewigkeit.

Props:
- dem Sealed-Deck-Gott für mein Deck am ersten Tag
- Mathias Wigge für seine Halbfinal-Performance
- 250 $!
- 8-1 am ersten Tag
- Burger King für H5N1-King-Wings
- Werder gewinnt, und 80000 in gelben Schals laufen mit hängendem Kopf an der Site vorbei.
- Eikos Twingo
- Eiko für das Bier und das Strongbow, dafür, ihn als Roommate zu haben, für das Warten und für den Bart
- Pascal rult den Sideevent Draft
- Ein Deutscher gewinnt den GP
- Kenyi Tsumura gebash0rt

Slops :
- Dortmund für die Verkehrswege, wo man nix findet
- kein Bremer kommt in den zweiten Tag außer mir
- Außer Max Gamper und Jan Ruess auch kein Hamburger im zweiten Tag
- nicht 9-0 am ersten Tag: Wo's drauf ankam hab ich es verzockt...
- Jens Krause, der 7-2 geht aber den zweiten Tag aber nicht spielt weil er lernen muss. Das ganze auch noch ohne zu droppen...
- Tim, dessen Gemächt vom Warcraft-Spielen auf die Größe einer Rosine geschrumpft ist, aber anstatt mitzufahren alle als Versager bezeichnet ;-)
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